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Neuheiten zur EMO Hannover 2011

Wir zeigen zahlreiche Neuheiten und Weiterentwicklungen.
Eine Auswahl davon stellen wir Ihnen hier vor:

Wechselkopf-Frässystem DG

Das modulare Frässystem mit der patentierten Schnellwechsel-Schnittstelle wird zum Eck- und Nutfräsen, Fasen, Kopier- und Hochvorschubfräsen eingesetzt. Es ist in vier Größen mit 10/12/16 und 20 mm Durchmesser lieferbar. Aktuell ist das vorrangige Einsatzgebiet das Fräsen von Stählen. Geometrien für andere Werkstoffe sind in Vorbereitung. Die zweigeteilte Ausführung aus Schaft und Wechselkopf in einer Stahl-Hartmetall-Kombination überzeugt durch höchste Steifigkeit und Rundlaufgenauigkeit. Ihre sichere Verbindung gewährleistet ein segmentiertes Gewinde, das auch einen automatischen Werkzeugwechsel erlaubt. Die Wechselköpfe stehen in verschiedenen Ausführungen mit Eckfase, Eckenradius oder mit scharfer Schneidecke zur Verfügung.

 


 

Paketwerkzeug 313 zum Nutabstandsfräsen

Mit der Neuentwicklung können zwei Nuten mit exaktem Abstand in Bohrungen ab 22 mm Durchmesser gefräst werden. Da sich dafür Standard-Schneidplatten System 313 zum Nut- und Radiusfräsen, zum Fasen und Gewindeschneiden kombinieren lassen, wird beispielsweise das hauptzeitparallele Nutfräsen, Fasen sowie Gewindefräsen und Senken ermöglicht. Zwischenhülsen mit 5,7/8,2 und 10,7 mm Länge sichern den exakten Abstand der beiden dreischneidigen Fräsplatten. Durch Abschleifen bis zu 2,5 mm können sie den gewünschten Nutabständen angepasst werden. Die Kombination aus stirnseitiger Schneidplatte, Zwischenhülse und innerer Schneidplatte wird durch eine Spannschraube mit dem Hartmetallschaft M313 verschraubt. Die Verbindung zwischen Hülse und innerer Schneidplatte stellt eine neuartige, zum Patent angemeldete Schnittstelle sicher. Ihre wesentlichen Merkmale sind drei Auflage- und Mitnehmerflächen in Dreikantform.

 


 

Wechselkopfbohrer DD mit größerem Arbeitsbereich

Mit den neuen Hartmetall-Wechselköpfen ist das DDSystem jetzt für Bohrungen von 10 bis 20,5 mm bei Durchmesserabstufungen von 0,1 mm lieferbar. Seine Grundhalter erlauben Bohrtiefen von 3 x D, 5 x D und 7 x D. Der größere Arbeitsbereich und die auf 7 x D erhöhte Bohrtiefe bieten neue Einsatzmöglichkeiten beim Herstellen von Durchgangs-, Sackloch- und Paketbohrungen. Die hohe Wechselgenauigkeit sichert konstante Arbeitsbedingungen und die Kombination aus Wechselkopf mit Spanformgeometrien für allgemeine Stähle, Aluminium, Gusswerkstoffe und rostbeständige Stähle sowie die hohe Temperaturbeständigkeit und Härte der Beschichtung TA 45 erzielen überzeugende Bearbeitungsergebnisse. Die Schnittdaten entsprechen Vollhartmetallbohrern. Bei weichem Schnitt mit schnellem Spanbruch werden Bohrungsqualitäten IT9 bis IT8 erreicht.

 


 

Scheibenfräser M101

Die neuen Scheibenfräser sind mit einer Schneidbreite von nur 1,6 und 2 mm und einer max. Nuttiefe von 20 mm speziell zum Nut- und Trennfräsen geeignet. Für beide Nutbreiten sind Fräser mit Schneidkreisdurchmessern von 80, 100 und 125 mm mit 7, 9 und 11 Zähnen lieferbar. Dafür stehen die Schneidplatten mit Vollradius oder mit gerader Schneidkante mit Geometrie .3. zur Verfügung. Einfach und dennoch hochgenau ist das Wechseln der Schneidplatte. Dabei wird der selbstklemmende Plattensitz mit einem Spannschlüssel so geöffnet, dass die Schneidplatte entnommen und eine neue eingesetzt werden kann. Ein Prisma in der Schneidplatte und im Grundkörper gewährleistet eine sichere Verbindung. Die exakte Positionierung erfolgt über einen Anschlag im Grundkörper.

 


 

CVD-D-Werkzeuge

Seit 2011 führen wir die CVD-Dickschicht-Werkzeuge im Programm. Der Schneidstoff CVD ist härter als PKD und doppelt so verschleißfest. Dank dieser und weiterer Eigenschaften bieten sich viele Vorteile beim Fräsen und Drehen, speziell bei Aluminium mit hohem Siliziumanteil. Die Segmente zum Auflöten auf die Wendeschneidplatten oder Fräser können nur mittels Laser wirtschaftlich aus den CVD-D-Platten herausgeschnitten werden. Auch die Spanleitstufen und Schneidkanten werden gelasert. Dabei verringert die neu entwickelte wellenförmige Spanleitstufe den Kontakt des Spans mit der Spanfläche, was die Wärmebildung erheblich reduziert. Der extreme Spanwinkel bis zu 25° verhindert die Gratbildung, erhöht dadurch die Standzeit gegenüber PKD-Schneiden und schont durch die reduzierte Hauptschnittkraft die Spindel. Die scharfe Schneide bietet besondere Vorteile beim Bearbeiten von CFK, GFK und deren Composites.

 


 

KF-Geometrie für vergütete Stähle

Die neue Geometrie mit Spanformung vereinfacht das Einstechen, Längsdrehen und Kopieren von Formnuten. Sie ist vorerst mit der warmfesten Beschichtung AS66 für die Zweischneider-Platten S224 und S229 lieferbar. Damit lassen sich vor allem vergütete Stähle mit einer Zugfestigkeit bis 1.100 n/mm² nass und trocken bearbeiten. Die Vollradiusplatten stehen mit Breiten von 3 bis 6 mm für beide Schneidplattentypen zur Verfügung. Beim Typ S 224 beträgt die maximale Stechtiefe 18 mm, beim Typ S229 25 mm.

 


 

Zirkularfräser 713 mit 12 Schneiden

Die neuen Werkzeuge wurden zum Planfräsen und zum Fräsen von Nuten bis 4,7 mm tief und 1 bis 3 mm breit in Bohrungen ab 22 mm Durchmesser entwickelt. Mit 12 Zähnen überzeugen sie durch einen sehr ruhigen Schnitt und sind deshalb besonders für den Einsatz in angetriebenen Werkzeugen von Drehmaschinen geeignet. Zum Fräsen von Nuten mit 1 mm Breite stehen zwei Schneidplatten mit geraden Schneiden zur Verfügung. Für die Nutbreiten 2, 2,5 und 3 mm sind drei Schneidplatten mit Kreuzverzahnung lieferbar. Die Schneidplatten werden stirnseitig mit einem Standard-Hartmetallschaft M313 verschraubt und werden in der ersten Ausbaustufe in der Hartmetallsorte TI 25 zum Bearbeiten von allgemeinen Stählen geliefert.

 

 


 

Schneidplatte Mini 107

Mit der neuen Schneidplatte 107 können Werkzeuge des Systems Mini jetzt ab 7 mm Bohrungsdurchmesser eingesetzt werden. Gegenüber dem bisherigen Arbeitsbereich von ≥ 8 mm bieten sich damit neue Einsatzmöglichkeiten beim Einstechen und Ausdrehen. Für das Einstechdrehen ab 7 mm Bohrungsdurchmesser stehen die Schneiden mit 1 und 1,5 mm Breite für eine Stechtiefe bis 1 mm zur Verfügung, für Bohrungen ab 8 mm Durchmesser mit Breiten von 1/1,5 und 2 mm für eine Stechtiefe bis 2 mm. Zum Ausdrehen sind die Platten mit Eckenradien von 0,2 und 0,4 mm lieferbar. Die Schneidplatten in Rechtsausführung werden als Wechselköpfe mit den in verschiedenen Längen lieferbaren Klemmhaltern verschraubt.

 


 

Vollhartmetall-Nutfräser DCX

Die Zirkularfräser DCX wurden zum Fräsen von tiefen und schmalen Nuten in Stahl und rostfreie Stähle entwickelt. Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Herstellung von chirurgischen Instrumenten und Zangen. Mit Schneidkreisdurchmessern von 20 / 30 und 40 mm lassen sich mit den sechs- und achtschneidigen Fräsern 6,5 / 10 und 13,5 mm tiefe Nuten mit einer Breite von 1,5 und 2 mm herstellen. Sonderausführungen für andere Abmessungen sind kurzfristig lieferbar.

Als Schneidstoff kommt die Sorte ST35 zum Einsatz. Sie zeichnet sich durch lange Standzeiten und geringe Schnittkräfte speziell beim Fräsen von Stahl und gehärteten Stählen aus. Die Vollhartmetallfräser DCX erweitern die Einsatzmöglichkeiten des Anfang des Jahres vorgestellten Systems DC. Es ist zum Herstellen von Gewinden, Nuten mit Radien oder rechteckigen Querschnitten sowie zum Fasen bestens geeignet. Ihr besonderes Leistungsvermögen beweisen die in mehreren Hartmetallsorten lieferbaren Werkzeuge speziell beim Bearbeiten von Kobalt-Chrom-Stählen, Titan, rostfreien Stählen und Kunststoffen.

 

 


 

Werkzeugsysteme zum Bearbeiten von Leichtmetallfelgen

Die neuen Werkzeuge sind zum Schruppen, Schlichten und zur Glanzbearbeitung von gegossenen oder geschmiedeten Aluminium-Felgen konzipiert. Das Lieferprogramm umfasst Trägerwerkzeuge mit und ohne innere Kühlmittelzufuhr und Vollradiusschneidplatten zur Außen- und Innenbearbeitung (Speichen) und zum Glanzdrehen. Die auf dem System 229 aufbauenden Vollradiuswendeschneidplatten sind als beschichtete HM- und als PKD-bestückte Schneidplatten mit gelaserter Geometrie lieferbar. Eine weitere Produktreihe bilden ISO-HM- und PKDSchneidplatten mit gelaserter Geometrie für die Innenund Außenbearbeitung. Die zugehörigen Trägerwerkzeuge zum Bearbeiten von Innenbett, Plananlagefläche, Nabe und Kappe der Räder sind standardisiert, aber auch als Sonderwerkzeuge lieferbar.

 

 


 

Gewindeschneidplatte S315 für Ölfeldrohre

Das hauptsächliche Einsatzgebiet der dreischneidigen Gewindeschneidplatte System 315 ist die Herstellung von Gewinden 3TPI bis 10 TPI für Rohre und Muffen. Ihr besonderes Merkmal, der in die Schneidplatte integrierte Spanformer, sichert einen kontrollierten Spanablauf auch bei langspanenden Werkstoffen. Die Gewindeschneidplatte wird formkraftschlüssig in einer Kassette gehalten. Ihre sichere Positionierung gewährleisten eine präzisionsgeschliffene Anlagefläche mit niederzug und die stirnseitig angeordnete Klemmplatte. Die robuste Bauweise nimmt auch hohe Radial- und Vorschubkräfte sicher auf. Sowohl die Halter für die Außen- als auch für die Innenbearbeitung verfügen über eine innere Kühlmittelzufuhr.